Fronleichnam in der Pfarrei Gaindorf

 

 

In der Pfarrei "Peter und Paul" Gaindorf wurde am Sonntag nach Fronleichnam das Fronleichnamsfest gefeiert. Die Pfarrkirche geschmückt mit Birken, 4 Fahnenabordnungen. Gott hat uns in seinen Dienst gerufen, wir sind wie die Jünger im heutigen Evangelium dazu gerufen Gesandt in Namen Jesu zu sein. Jede und jeder Getaufte hat seine Sendung, einen Auftrag von Gott. Manchmal braucht es Zeit diesen Auftrag zu verstehen anzunehmen. Dennoch ist es wichtig, diesen Auftrag, Zeugnis von lebendigen Gott zu geben und zu erfüllen. Dazu sagt das heutige Evangelium, "umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben". Mit diesen Worten begrüßt Stadtpfarrer Peter König die Gläubigen und dankte den Fahnenabordnungen.

 

 

Nach dem Gottesdienst legte der Pfarrer von Vilsbiburg das Meßgewand ab, den Chormantel und Velum an und gab vor der Pfarrkirche den eucharistischen Segen in die vier Himmelsrichtungen.  Mit dem Lied Großer Gott endete der "Prangertag" in der Pfarrei Gaindorf.


Pfarrer Peter König

 

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Fronleichnam in Vilsbiburg , es geht nicht höher

 

 

Jedes Jahr, am zweiten Donnerstag nach Pfingsten wird  in den katholischen Gegenden das Fronleichnamsfest gefeiert. und ist nur in Bundesländern mit überwiegend katholischer  Bevölkerung  ein gesetzlicher Feiertag. Das Fronleichnamsfest  geht auf das Jahr 1209 zurück. Damals hatte die Augustinernonne Juliana von Lüttich eine Vision. Christus offenbarte ihr demnach eine Mondscheibe, auf der ein dunkler Fleck  zu sehen war. Die Mondscheibe sollte das Kirchenjahr darstellen und der Fleck symbolisierte ein fehlendes Fest zu Ehren des Abendmahls.1264 wurde das Fest vom Papst Urban IV zum allgemeinen kirchlichen Fest erklärt.  Eigentlich sollte dieses Fest am Gründonnerstag gefeiert werden, an dem das Abendmahl stattfand. Doch das hätte nicht zur Karwoche gepasst, sodass man sich für diesen Termin entschied. Auch die Pfarrangehörigen trafen sich am Donnerstag zum Gottesdienst in der Pfarrkirche.   Dieser wurde von Stadtpfarrer Peter König zelebriert. Zu Beginn begrüßte er sowohl die Anwesenden, unter ihnen Frau Bürgermeisterin Entwistle als auch die Gläubigen, die den Gottesdienst per live-stream an ihren Fernsehgeräten mitfeierten. In seiner Predigt warf der Prediger  zunächst die Frage auf, ob es legitim ist, das „Heilige Brot, das den Hunger der Seele stillen soll, in lautem Prunk und Pomp zur Schau stellen? Wie würde Jesus darauf reagieren, da er doch im kleinen Kreis mit seinen Vertrauten unter Ausschluss der Öffentlichkeit sein Abschiedsfest feierte und die Apostel ermahnte, sich an ihn zu erinnern und nicht vergessen,“ so fragte der Prediger weiter. In einer kurzen zeitlichen Übersicht erklärte Pfarrer König den  Grund für die gute Annahme  des Festes  Fronleichnam durch die Gläubigen. „Dies liegt in der Zeit begründet, in der das Fest eingeführt wurde. Am Ende des Mittelalters wurde die Gottheit Jesu überbetont. Strenge Vorschriften und Bußübungen schürten bei den Gläubigen die Angst vor dem Kommunionempfang. Die Leute bezeichneten Jesus als Gefangenen des Tabernakels, der wenigstens  einmal im Jahr das Gotteshaus verlassen darf und in einer feierlichen Prozession durch den Ort getragen wird, „so der Prediger weiter. „Heute sind es Hunderte von Leuten, die sich gemeinsam auf den Weg machen und im Namen Jesu unterwegs sind. Jeder Einzelne hat seinen Weg zu gehen, doch sind die Menschen  nicht alleine unterwegs. Die Prozession ist „ein Zeugnis der Dankbarkeit, dass wir auf unserem Lebensweg nicht alleine sind“ Mit diesen aufmunternden Worten beschloss Stadtpfarrer Peter König seine Predigt.

 

 

Anschließend bedankte sich  der Geistliche bei den Mitgliedern der KAB für den Blumenteppich, den man vor dem Altar bewundern konnte.  Anker und Regenbogen sollen ein Zeichen der Hoffnung und der Freude sein, die in diesen Tagen mehr denn je nötig sind. Einen kleinen Beitrag dazu wollten die KABler  mit ihrem Blumenteppich leisten. Schon während des Gottesdienstes  hörten die Gläubigen  störenden Motorenlärm. Den Grund dafür konnten die Gemeindemitglieder bald erfahren. Die Freiwillige Feuerwehr  Vilsbiburg stand mit der Drehleiter und einem Einsatzfahrzeug vor dem Ausgang der Kirche. Mit Pfarrer Peter König und der Monstranz im Korb, ging es in schwindelerregender Höhe von 32 Metern. Von  dort aus wandte sich der Geistliche mit der Monstranz in alle 4 Himmelsrichtungen und  segnete in luftiger Höhe die Stadt . Wieder am Boden angekommen, wurde der Gottesdienst mit dem Eucharistischen Segen und dem Lied „Großer Gott  wir „loben dich“ beendet. Viele Gottesdienstbesucher waren vom Mut des Pfarrers und der Idee der Freiwilligen Feuerwehr sehr beeindruckt und spendeten kräftigen Applaus. Zum Schluss bleibt nur noch  ein herzliches Vergelts Gott den Initiatoren der Freiwilligen Feuerwehr Vilsbiburg   zu sagen, die  diese Aktion erst ermöglicht hatten. Ein  weiterer Dank des Ortsgeistlichen galt den Fahnenabordnungen der Vereine für ihr Kommen.  

 

 

Monika Kaspar