Festliche Adventseröffnung unter dem Turm

Am Samstag läuteten die evangelische und die katholische Kirchengemeinde bei einer ökumenischen Eröffnung unter dem Turm der katholischen Stadtpfarrkirche die Adventszeit ein. Dabei erklang festliche Musik der Bläsergruppe der Realschule Vilsbiburg unter der Leitung von Josef Eiselsgruber. Der evangelische Pfarrer Michael Lenk und der katholische Pfarrer Peter König sprachen Texte und Gebete, dabei wurden auch die mitgebrachten Adventskränze gesegnet. Die erste ökumenische Adventskranzweihe war 2017, 2018 und die dritte 2020. Der Adventskranzes kann unterschiedlich ausgelegt werden. Die wohl ursprünglichste Bedeutung ist, dass das Kerzenlicht die Freude und Erwartung auf die Geburt Jesu Christi darstellt. Diese wird im Christentum auch das Licht der Welt genannt.

Pfarrer Lenk erläuterte kurz die Entstehung des Adventskranzes: 1839 ließ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg erstmals einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen aufhängen – 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier dicke weiße für die Sonntage. Der Adventskranz weist mit seinen vier Kerzen auf das Licht hin, das mit Christus in die Welt gekommen ist. „Die Adventszeit ist in vielfältiger Weise eine Zeit der Erinnerung und der Erwartung, der Bereitung und der Buße“. Advent bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu ChristiWeihnachten, vorbereitet. Mit dem Advent beginnt auch das Kirchenjahr.

Nach der Segnung der Adventskränze durch Stadtpfarrer Peter König wurde in den Fürbitten der Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Seyboldsdorf und Gaindorf und der Glaubensbrüder und Schwestern der evangelischen Gemeinde gedacht. Den Schlusssegen erteilten die beiden Geistlichen gemeinsam.