Unterwegs auf einem langen Weg.

 

 

In der Nacht zum Samstag, kurz bevor in der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Vilsbiburg der Fatimatag gefeiert wurde, machten sich Stadtpfarrer Peter König und zwei weitere Personen auf den Weg nach Altötting. Sie befolgten das Wort der Mariens, welche die Menschen zur Buße aufrief. Da die 4. Fußwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Gaindorf, Seyboldsdorf und Vilsbiburg der Coronakrise zum Opfer fiel, wollte Stadtpfarrer Peter König, stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft nach Altötting zu Fuß pilgern. Um 3 Uhr am Morgen machte man sich auf den Weg. Ein Fahrzeug begleitete aus Sicherheitsgründen die Pilger. Da die Morgenluft sehr angenehm war, ging es recht zügig nach Aich. Über Treidlkofen und erreichte man das erste Ziel, Blindenhaselbach. Dort legte man eine kurze Pause ein, bevor es, gestärkt, auf dem Pilgerweg weiter ging. Über Georgenberg, Haunersholzen, Höll, Wald, Holzen und Winhöring erreichten die Wallfahrer am frühen Nachmittag den Wallfahrtsort. Dort wurden die Pilger von anderen Gläubigen aus der Pfarreiengemeinschaft erwartet, die per Auto oder Fahrrad gekommen waren. Unter ihnen fand sich auch eine Gruppe, die sich ab Neumarkt St. Veit zu Fuß auf den Weg gemacht hatte. Wie bei Wallfahrten nach Altötting üblich, geht man betend um die Gnadenkapelle herum und  bleibt am Eingang stehen. Auch die Pilger aus Vilsbiburg folgten diesem Ritual. Am Eingang der Gnadenkapelle knieten die Wallfahrer nieder und Stadtpfarrer Peter König grüßte in einem Lobpreis die Mutter Gottes in der Gnadenkapelle. Danach übergab er dem Mesner 10 verschlossene Briefumschläge, die der Geistliche  im Rucksack mitgetragen hatte. Darin befanden sich Bitten und Anliegen einiger Pfarrangehörigen, die sie der Mutter Gottes anvertrauen wollten. Unter ihnen war auch ein Briefumschlag vom Erzbischof aus Hamburg und ein eigens gedichtetes und vertontes Lied zum Lobpreis Mariens. Im Anschluss trafen sich alle Pilger in der Friedhofskirche St. Michael zum gemeinsamen Wallfahrergottesdienst, den Stadtpfarrer Peter König zelebrierte. In seiner Predigt ging der Geistliche zunächst auf das befreiende Gefühl ein, das sich einstellt, wenn man das gesteckte Ziel erreicht hat. Er bedankte sich bei den beiden Fußpilgern für ihre Begleitung. Danach nahm er Bezug auf den Tagesheiligen, den Hl. Antonius von Padua, allgemein bekannt als der Heilige, der hilft verloren gegangene Sachen wieder zu finden. In der Lebensbeschreibung kann man Antonius  als leidenschaftlich Prediger und Verkünder des Evangeliums kennenlernen, der die frohe Botschaft in die ganze Welt hinaustragen wollte. Sein Ziel war es, suchenden Menschen „die Perle des Glaubens“  Jesus und zum Glauben an ihn, zu führen. Stadtpfarrer Peter König schloss die Predigt mit dem Hinweis auf das Wallfahrtsmotto für 2020 – die kostbare Perle zu finden, den Glauben durch die Fürsprache Marias wieder neu zu entdecken.

 

 

Nach dem Gottesdienst und dem anschließenden Wallfahreressen war die Heimfahrt angesagt, mit der Hoffnung, im Jahr 2021 die Wallfahrt unter geeigneten Voraussetzungen durchführen zu können.

Monika Kaspar