Dankwallfahrt zur Maria Hilf Kirche

 

 

Schon das zweite Jahr in Folge musste man die alljährliche Dankprozession auf den Berg unter Coronabedingungen stattfinden. So war nur der  liturgische Dienst unter Leitung von Stadtpfarrer Peter König, stellvertretend für die Pfarrei Vilsbiburg, betend auf den Weg zur Wallfahrtskirche. Damit erfüllte man das, am Ende des zweiten Weltkrieg abgelegte Gelübde der Vilsbiburger. In der Wallfahrtskirche erwarteten  schon zahlreiche Gläubige die Ankunft. Unter den Pilgern waren auch die 1. Bürgermeisterin, Frau Entwistle, Stellvertretender Landrat Lehner und Stadtrat Steer. In seiner Predigt ging Stadtpfarrer Peter König auf den Ursprung dieser Dankwallfahrt ein. Er stellte die besondere Situation der Stadt Vilsbiburg am Ende des 2. Weltkrieges dar, als die amerikanischen Truppen vor den Toren der Stadt standen. Zur Erinnerung, dass die Stadt verschont wurde, versprachen die Bürger und der damalige Stadtpfarrer Prälat Dr. Anton Götz jedes Jahr am 1. Mai eine Dankwallfahrt zu machen. Seit 1945 ziehen nun die Gläubigen jedes Jahr zur Gnadenmutter auf den Berg um in der Maiandacht den Segen für die Stadt und deren Bewohner zu erbitten.

Heute sind es nicht mehr Kanonen, Gewehre, Hass und Neid, die uns bedrohen, sondern der Coronavirus, der nicht sichtbar und greifbar ist, und doch das Leben der Menschen einschränkt, so der Geistliche weiter, gesundheitliche und wirtschaftliche Veränderungen und Folgen sind kaum absehbar. Mit einem Vergleich schloss der Stadtpfarrer Peter König  seine Predigt. Es war der Artikel vom 12. März 1946 der Isarpost, in dem über den Neubau der gesprengten Vilsbrücke berichtet wurde. Diesen nahm der Geistliche als Beispiel für Maria. Eine Brücke verbindet, schafft Verbindung. Auch Maria soll für alle Zeiten zur Brücke werden, auf der die Menschen sicher das Ziel, die Gemeinschaft bei Gott erreichen können.

In der nachfolgenden ersten Maiandacht wurde dieses Anliegen in den verschiedensten Gebeten und Fürbitten nochmals aufgegriffen und vertieft. Danach empfingen die Pilger den  Eucharistischen Segen. Mit dem Dank an den Chor unter Leitung der Kirchenmusikerin Frau Strobl, für die musikalische Gestaltung, an die Salesianerpadres für ihre Gastfreundschaft und an die Kommunalpolitiker für ihre Teilnahme an der Maiandacht beendete Stadtpfarrer Peter König die religiöse Feier. 

Monika Kaspar