Kapitelsjahrtag in Vilsbiburg

 

 

Die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen trafen sich zur Dekanatskonferenz im Pfarrsaal in Vilsbiburg. Prodekan Pfarrer Peter König referierte über die Dekanekonferenz, Priesterratssitzung am Montag, 11.Oktober, in Mallersdorf. Um 19.00 Uhr Kapiteljahrtag in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, zu diesem Gottesdienst, bei dem alle verstorbenen Priester des Dekanates Vilsbiburg namentlich vorgelesen wurden begrüßte der Stadtpfarrer von Vilsbiburg den Wallfahrtsdirektor, Stadtpfarrer und Stiftsprobst aus dem Gnadenort Altötting Dr. Klaus Metzl. Beide Stadtpfarrer besuchten die Spätberufenenschule "St. Josef" Fockenfeld und machten dort ihr Abitur. Die Kirche gedenkt heute des hl. Wendelin, er lebte zur zeit des Bischofs Magnerich von Trier ( zwischen 560 und 580)  als Einsiedler in den Vogesen. Vor allem im Zeitalter der Spätgotik und des Barock wird der hl. Wendelin auf dem Land hoch verehrt. Er sorgt für das kranke Vieh. Er hilft, wenn Pest und Krankheit drohen. Es ist bemerkenswert, dass in der Mitte des 18 Jahrhunderts die Verehrung des hl. Wendelin verklingt. Der immer mehr vordringenden Rationalismus empfiehlt statt des Weihwassers die Chemikalien, statt des Gebetes die Veterinärskunst. Schauen wir in das Jahr 2020/21. Da hat sich nicht viel geändert. Die Coronapandemie, da geben Männer, Frauen in weißen Kittel den Weg an, da geht der Papst Franziskus alleine, bei strömenden Regen auf dem Petersplatz und geht zum Pestkreuz, zur Ikone der Gottesmutter und viele Kirchen waren geschlossen, ob zu Hause gebetet wurde? Unsere Kirchbänke sind gesperrt um den nötigen Abstand einzuhalten. Durch FF2 Masken wurden viele Gläubige zum Fernbleiben des Sonntagsgottesdienste angeregt, die Stimmen zum Gesang sind verstummt. Doch heute liegt in St. Wendelin ein bedeutendes Missionskolleg. Der hl. Wendelin mag den Missionaren in der Ferne das tief und echte Schöpfungsbewusstsein des Christentums mitgeben, das ihnen die Herzen der naturreligiösen Völker öffnet. Mögen auch wir in Bayern das Christentum an die kommenden Generationen weitergeben. Wir gedenken heute bei diesem Kapitelsjahrtag der verstorbenen Seelsorger unseres Dekanates Vilsbiburg, das 1917 gegründet wurde und im März 20222 der Vergangenheit angehört. Doch der Glaube kennt keine Auflösung. Wer glaubt ist nicht allein, so die Worte des Prodekans an die Mitbrüder, den Gottesdienstbesuchern.

 

 

Das Bild zeigt alle Priester des Dekanates Vilsbiburg. Pfarrer Peter König bedankte sich bei Prälat Dr. Klaus Metzl für sein Referat und überreichte eine Juttetasche mit den drei Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Gaindorf, Seybodsdorf.

 

Pfarrer Peter König