Pfarrei Gaindorf- feiert Kirchenpatrozinim

 

 

Die Pfarrei Gaindorf feierte am vergangenen Sonntag, zusammen mit Stadtpfarrer Peter König mit einem feierlichen Gottesdienst  ihr  Kirchenpatrozinium.“  Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte der Geistliche die Gläubigen und drückte seine Freude darüber aus, dass auch die Kinder mit Ihren Eltern in die Kirche kamen. In seiner Einführung wies der Geistliche hin, dass der ganze Kirchenschmuck, das Altartuch aus Burkina Faso, die brennenden Apostelleuchter und sogar das Messgewand von ihm mit dem Patrozinium Petrus und Paulus  zu tun haben.  

Was es mit diesem Fest auf sich hat, das erklärt in einem  Artikel  Steffen Zimmermann. Dort heißt es: „ Ein Patron ist ein Heiliger, zu dem eine Kirchengemeinde eine besondere Beziehung hat. In der Antike waren es Märtyrer, die in der jeweiligen Kirche ihr Grab gefunden hatten. Für Kirchen ohne Märtyrergrab wählten sich die Gemeinden einen Patron aus. Aus dieser Praxis entstand der Brauch, Kirchengebäude und -gemeinde unter den Schutz eines oder mehrerer Heiliger zu stellen und das alljährliche Heiligenfest als Pfarrpatrozinium besonders zu feiern.“  Die beiden Heiligen, unter deren Schutz die  Pfarrkirche in Gaindorf  gestellt wurde, sind die Apostelfürsten Petrus und Paulus.  In seiner Predigt beschrieb der Geistliche  die unterschiedlichen Charaktere  der beiden Heiligen: Petrus, der ursprünglich Simon hieß, war  ein einfacher Fischer  stammte  aus Bethsaida am See Genezareth. Er gehörte zu den  Ersten, die von Jesus zu dessen Jünger berufen wurden und ihm nachfolgten. Jesus gab ihm auch den Namen Petrus, was übersetzt "Fels" bedeutet und auf Petrus' besondere Stellung als "Fundament" der Kirche anspielt ("Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen", Mt 16,18). Petrus gilt als Gründer und Haupt der Kirche von Rom. Von ihm leitet sich bis in die heutige Zeit das Papstamt des römischen Bischofs ab. Paulus entstammte einer frommen jüdischen Familie. ursprünglicher Name lautete Saulus (nach Saul, dem ersten König Israels), unter Griechen und Römern nannte er sich dagegen Paulus. Als treuer Anhänger seines Glaubens wurde er zu einem erbitterten Gegner der Judenchristen und war auch an der Steinigung des Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, beteiligt. Auf einer Reise nach Damaskus erschien ihm Jesus, der Gekreuzigte, als Sohn Gottes. Dieses "Damaskuserlebnis" bewirkte in Paulus eine vollständige Umkehr. Beiden blieb jedoch nicht der Märtyrertod in Rom erspart.

 

 

Kurz vor Ende des Gottesdienstes hatte Stadtpfarrer Peter König eine Aufgabe zu erfüllen. Er verabschiedete Sebastian Waldinger, der seit 2014 als Ministrant in der Pfarrei zuverlässig seinen Dienst erfüllte. Als kleines Dankeschön überreichte der Geistliche dem scheidenden „Lausbub Gottes“ ein Holzkreuz. Mit Applaus der Gottesdienstbesucher wurde Sebastian verabschiedet. Die Eltern der Erstkommunionkinder bat Stadtpfarrer  Peter König ihren Nachwuchs Ministrant werden zu lassen, da der Mesner als Vertretung nicht immer verfügbar ist. Mit dem Hinweis auf das Jubiläum 900 Jahre Pfarrei Gaindorf  und dem Segen wurde der Gottesdienst beendet.

Monika Kaspar