Pfingsten - ein Fest der Pandemie der Freude

 

 

An was denken Sie, wenn Sie Pfingsten hören? diese Frage stellte Stadtpfarrer Peter König am Pfingstsonntag am Beginn der Predigt. 53% der Deutschen wollen reisen. Nach Griechenland, Italien, Österreich, Spanien, dies ist seit wenigen Tagen wieder möglich. Pfingsten in Niederbayern. Da denken manche an den Pfingstritt in Közting, normalerweise tausende von Leute, 100te von Reitern, dieses Jahr ritt der Kaplan mit dem Allerheiligsten und zwei Begleitern den Weg. Manche denken an "Englmari-Suchen" in St. Englmar im Bayerischen Wald. Oder vielleicht an die "lange Stange", ein Baum von 13 m Länge, 1 Zentner schwer, umwickelt von Wachs. Die lange Stange wird in der Nähe von Vilshofen liegend nach Bogen getragen und nur wer den Weg mitgegangen ist, darf die Stange abwechselnd, stehend auf den Bogenberg tragen. Pfingsten: 50 Tage nach Ostern, wir denken an die Herabkunft des Heiligen Geistes. die Jünger, Apostel sind hinter verschlossenen Türen, verängstigt - nun gehen sie hinaus und verkünden voller Freude die frohe Botschaft. Eine Pandemie der Freude. Vor dem Ambo stand ein Schild mit den 7 Gaben des Heiligen Geistes. Die Zahl 7 gilt bei vielen Völkern als heilig, auch in der Heiligen Schrift. Erstmals wird die siebenfache Gabenzahl im Pfingsthymnus genannt, der dem Mainzer Erzbischof Rabanus Maurus (780-856) zugeschrieben wird. Es sind die Gaben Weisheit, Rat, Einsicht, Erkenntnis, Stärke, Gottesfurcht und Frömmigkeit. Pfarrer Peter König griff drei Gaben besonders heraus. Der Geist der Frömmigkeit. Was ist damit gemeint? Die Verbundenheit mit Gott, der unserem Leben einen Sinn gibt und schwierige Situationen zu bestehen gibt. Der Geist der Frömmigkeit ist eine Herzensangelegenheit. Gott zwingt nicht. Frömmigkeit ist eine echte und tiefe, innere Vertrautheit mit Gott. Ab wann ist ein Mensch fromm? Wenn er seinen Glauben lebt. Der Geist des Rates. Er hilft Entscheidungen überlegt zu treffen und steht beratend zur Seite. Fragen wir uns heute am Pfingstfest: Kann ich einen Rat annehmen? Lassen wir uns raten, wenn wir unsicher sind? Der Rat ist ein ehrlicher und wahrhaftiger Wegbegleiter und ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Denken wir an Menschen, die immer für uns da sind, besonders in den vergangenen Monaten der Corona, Ärzte, Schwestern, die Kassiererin, die Lehrer, die Eltern. Es sind Menschen, die uns die Augen öffnen, wenn wir gerade blind sind. Guter Rat schenkt Orientierung. Der Geist der Stärke: mit der Gabe des Heiligen Geistes sind wir bestärkt und sind im Glauben gefestigt. Der Geist der Stärke hilft uns die Ängste und Unsicherheit zu überwinden. Es gibt Menschen, die großes Leid erlebt haben, die um ihre Kinder, Ehe kämpfen, ums tägliche Leben besorgt sind. Sie sind Zeugen der Gabe der Stärke. Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes, die Bitte um die Gaben des Heiligen Geistes.


Pfarrer Peter König