An Gottes Segen ist alles gelegen

Wie sich dieser Ausspruch bewahrheitet, ist gerade in heutiger Zeit aktueller denn je. Für einen Primizsegen läuft man sich ein paar Schuhsohlen durch“, so war die allgemeine Einstellung der Leute, die den besonderen Segen eines Neupriesters zu schätzen wussten.

 

 

Der Primizsegen ist eine Form des priesterlichen Segens und wird von Neupriestern gespendet. Er ist das erste Geschenk Gottes an die versammelte Gemeinde. Jeder Gläubige darf für sich und für andere den Segen Gottes erbitten. Mit diesem Segen ist auch der Generalablass verbunden. Voraussetzung dafür sind Empfang der Beichte und Kommunion und ein Gebet nach Meinung des  Hl. Vaters. Der Segen in feierlichen Form wird mit ausgebreiteten Händen vom Altar aus gespendet. Nach dem allgemeinen Segen wird der Primizsegen an jeden Einzelnen durch Handauflegung erteilt. Auf Grund des heutigen Priestermangels gehören Primiz und Segen heute eher selten zu den Ereignissen einer Christengemeinschaft. Dieses Erlebnis, einen Primizsegen empfangen zu dürfen, erfuhren die Gläubigen am Mittwoch im Gottesdienst. Eine Facebook Freundschaft mit Stadtpfarrer Peter König machte es möglich, den Neupriester nach Vilsbiburg einzuladen. Pater Dirk-Henning Egger gehört dem Orden der Augustiner Chorherren an, lebt im Kloster Paring und wurde im Juni in Regensburg zum Priester geweiht. Stadtpfarrer Peter König empfing den Primizianten mit herzlichen Worten und dankte für sein Kommen. Am Ende des Gottesdienstes spendete der Neupriester zunächst den allgemeinen - und dann den Einzelsegen. Stadtpfarrer Peter König war der Erste, dem der Neupriester die Hände auflegte, dies unter den vorgeschriebenen Hygieneauflagen, und die Segensformel sprach.  Viele Gottesdienstbesucher folgten diesem Beispiel und ließen sich auch vom Primizianten segnen.

Gleichzeitig zur Handauflegung spricht  dabei der Priester: “Durch die Auflegung meiner Hände und durch die Anrufung der seligen Jungfrau Maria, des Heiligen.......und aller Heiligen segne und behüte dich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Zum Schluss dieses Gottesdienstes gingen viele mit dem Gefühl  des besonderen Segen Gottes nach hause. 

 

 Monika Kaspar