Seniorennachmittag zum Thema: Hospiz

 

 

 Der Seniorennachmittag im September der Pfarrei fand im Pfarrheim statt. Vor dem Kaffeetrinken wurden die rund 30 Senioren von Claudia Meyer begrüßt. Im Anschluss referierte Eva Maria Rausch, Mitarbeiterin beim Hospizverein, über die Hospizarbeit. 2010 wurde in Vilsbiburg der Hospizverein gegründet und 2012 wurde das Hospiz in Vilsbiburg am Kremplsetzerweg eröffnet. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der Kranke und seine Angehörigen mit seinen körperlichen, sozialen, seelischen und spirituellen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt immer aus freiem Willen und unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen. Stationäre Hospize sind kleine Pflegeeinrichtungen mit familiärem Charakter, die unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase umfassend begleiten und betreuen. Die Versorgung ist für die Versicherten also fast immer kostenfrei.

Die Hospizbegleiter sind einfühlsame, engagierte Ehrenamtliche. Sie wurden kompetent für ihre Aufgaben ausgebildet. Die Hospizbegleiter bringen sich in einem Umfang ein, der dem Wunsch des Patienten oder Angehörigen und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten entspricht. Die Hospizbegleiter werden vom Hospizverein vermittelt. Sie werden fachlich begleitet und setzen sich dort ein, wo sie gebraucht werden – daheim – im Seniorenheim – Krankenhaus oder dem Hospiz in Vilsbiburg. Das Wort „Hospiz“ erschreckt viele Menschen – wird es doch schnell mit Sterben verbunden. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und geht zurück auf „hospitare“ = beherbergen. Bei den deutschsprachigen Nachbarn in Österreich oder der Schweiz ist der Begriff „Hospital“ das geläufige Wort für „Krankenhaus“.

Ein zweiter in diesem Zusammenhang verwendeter Begriff verbreitet mit „Palliativ“ ähnlich viele Ängste. Auch hier standen die Lateiner Pate, das Wort „pallium“ = bedecken, einhüllen hat eigentlich etwas Tröstliches an sich. Daran sind verschiedene beruflich oder ehrenamtlich tätige Menschen beteiligt: Pflegekräfte und Ärzte, Seelsorger, Psychologen und Sozialarbeiter, jedoch auch ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter. Den noch verbleibenden Tagen eines zu Ende gehenden Lebens mehr Qualität zu geben ist das Anliegen der Hospizarbeit.

Am Ende des knapp einstündigen Vortrages überreichte Claudia Meyer an Eva Maria Rausch ein kleines Präsent und dankte für den interessanten Nachmittag.

Irmgard Sattler