Aktion Drei-Königs-Singen 2020 Frieden! Im Libanon und weltweit

Vilsbiburg. Am Neujahrstag zogen nach dem 11-Uhr-Festgottesdienst in der Pfarrkirche, den Pfarrer Prosper Ngulu-Ngulu zelebriert hatte, 32 Sternsinger mit prächtigen Gewändern, funkelnden Kronen und leuchtenden Sternen aus der Pfarrei Vilsbiburg feierlich aus. In den nächsten Tagen werden die Kinder und Jugendlichen in ihrer Freizeit von Haus zu Haus ziehen, und um eine Spende bitten. Dabei schreiben sie mit Kreide den Schriftzug 20C+M+B20 Christus-Mansionem-Benedicat – Christus segne dieses Haus“ an die Haustüren und bitten um freundliche Aufnahme. Erfreulich ist heuer, dass das ganze Stadtgebiet mit Gruppen abgedeckt werden konnte. Die Stern-Singer bringen auch den Segen. Das bedeutet, sie wünschen allen Menschen Gutes im Namen Gottes. Bei der Aktion Drei-Königs-Singen gibt es in jedem Jahr ein neues Thema. Und in jedem Jahr gibt es ein anderes Land, das im Vordergrund steht. Im Jahr 2020 geht es um das Thema Frieden. Dabei ist das Land Libanon wichtig. Libanon ist ein Land am Mittelmeer. Die Hauptstadt von Libanon ist Beirut. Im Libanon leben viele Menschen mit unterschiedlichen Religionen. Zum Beispiel Christen und Muslime. Im Libanon war lange Zeit Krieg. Heute leben die Menschen in Frieden. Es gibt aber noch viele Probleme im Land. Zum Beispiel ist im Nachbarland Syrien Krieg. Viele Menschen aus Syrien mussten fliehen. Sie sind in den Libanon geflüchtet. Die Stern-Singer arbeiten mit verschiedenen Projekt-Partnern zusammen. Diese Projekt-Partner organisieren Hilfen für die Menschen im Libanon und die Flüchtlinge. Lehrer können viel mehr unterrichten. Im Unterricht können alle Kinder über ihre Religion und Geschichte lernen. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst ist auch ein Projekt-Partner. Die Mitarbeiter von dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst unterstützten Kinder und Erwachsene, die flüchten mussten. Sie helfen Kindern, damit sie in die Schule gehen können. Oder sie helfen dabei, dass alle zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen können, wenn es ihnen schlecht geht. Die Caritas Libanon ist auch ein Projekt-Partner. Die Mitarbeiter von Caritas Libanon helfen Kindern bei den Hausaufgaben und machen verschiedene Freizeit-Angebote. Kinder und Jugendliche sind dabei sehr wichtig, denn sie können dabei helfen, dass es Frieden gibt. Kinder und Jugendliche lernen bei der Aktion Drei-Königs-Singen, wie sie für den Frieden arbeiten können. Sie lernen mit anderen Menschen offen, friedlich und respektvoll zu sein. Im Libanon und welt-weit“? Der Gedanke für das Thema kommt aus der Bibel. Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Allein bei der Aktion 2019 kamen über 50 Millionen Euro an Spenden zusammen. Die aktuelle Sternsingeraktion 2020 stellt das Thema Frieden am Beispiel des Libanon in den Mittelpunkt. Die Sternsinger-Aktion ist mit viel Arbeit im Verborgenen verbunden. Viele ehrenamtliche Helfer, wie Sabrina Rebmann und Nico Krodinger, sind in die Vorbereitungen eingespannt und besonders Mütter übernehmen Fahrdienste und kümmern sich um das Mittagessen. Die Sternsinger sind seit dem Neujahrstag bis 5. Januar im Stadtgebiet unterwegs.

Irmgard Sattler

Sternsinger   20*C+M+B+20

Vilsbiburg. (gs/si) Mit insgesamt 7523,26 Euro und so vielen Süßigkeiten, dass sie diese fast nicht mehr tragen konnten, kehrten die Sternsingergruppen am Montag in die Pfarrei zurück. In manchen Geschäften wurden die Kinder mit Essen und Getränken verköstigt, so auch im Dönerladen, wo die drei Heiligen, wie in vielen Familien der Stadt, freundlich willkommen geheißen wurden. Sie haben mit Kreide den Schriftzug 20 C+M+B 20 Christus-Mansionem-Benedicat – Christus segne dieses Haus“ an die Haustüren geschrieben und baten freundlich um eine Spende. „Es war zwar kalt, aber bei der trockenen Witterung war es angenehm zu gehen“, sagten Sabrina Rebmann und Nico Krodinger, in deren Händen die Organisation der Sternsinger-Aktion lag. Viele Mütter übernahmen Fahrdienste und kümmerten sich um das Mittagessen der drei Könige. Pfarrer Prosper Ngulu-Ngulu hatte die 32 Sternsinger beim Gottesdienst am Neujahrstag in der Pfarrkirche feierlich ausgesandt. In den folgenden Tagen waren sie mit prächtigen Gewändern, goldenen Kronen und dem hellen Stern von Haus zu Haus gezogen.

 

Irmgard Sattler