Familiengottesdienst am Sonntag der Weltmission

„Eine Brücke der Gemeinschaft bauen“

 

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“. Dieses biblische Leitwort stand über dem diesjährigen Sonntag der Weltmission. Auf allen Kontinenten feierte die Kirche ihre weltumspannende Gemeinschaft in Gebet und Solidarität. Im Senegal setzen sich Christen und Muslime gemeinsam ein für Gerechtigkeit und Frieden. Sie tun dies als Schwestern und Brüder im Glauben an Gott. Die Kirche in Westafrika öffnet ihre Türen für den Dialog und die Freundschaft mit Menschen anderer Religionen. Sie stellt sich in den Dienst einer weltweiten Geschwisterlichkeit, um Hass und Spaltung zu überwinden. Ungewöhnliche Klänge haben zu Beginn des Gottesdienstes den Kirchenraum erfüllt.

 


An der Trommel Theresia Wallner und Sylvia Schmidt, die die Kinder zum Mitsingen
eines afrikanischen Begrüßungsliedes „Sali bonani“ animierte.

 

In Afrika ist ein Gottesdienst ohne Trommel nicht vorstellbar. Pfarrvikar Prosper erklärte anschaulich den Hintergrund: „Wenn man vor einer Tür steht, um jemanden zu besuchen, klopft man an, damit die Tür geöffnet wird. Das Trommeln im Gottesdienst ist wie ein Anklopfen bei Gott – wir sind versammelt in seinem Haus, wir bitten Gott, dass er uns die Tür öffnet und wir mit ihm in Kontakt treten können.“

Nach diesen Worten sang der Pfarrvikar mit seiner Schwester an der Trommel ein berührendes Lied aus deren Heimat, dem Kongo. Auch das Vater unser sangen die Geschwister in ihrer Muttersprache.

 


Pfarrvikar Prosper mit seiner Schwester an der Trommel

 

In der Katechese wurde ein Regenbogen als biblisches Zeichen für die Brücke von Gott zu den Menschen sichtbar. Gott hat mit uns Menschen einen ewigen Bund geschlossen, das heißt, er möchte für immer mit uns verbunden sein. Die Verbindung zu Gott schenkt uns die Kraft, Gutes zu tun, den anderen in den Blick zu nehmen, Brücken zueinander zu bauen.

 

 


 Regenbogen, Kinderlektor…

 

Wie „das Brückenbauen“ gelingen kann, verdeutlichten die Kinder in kurzen Beispielen und brachten dabei die entsprechenden Wortkarten und Symbole am Rebenbogen an. Dabei waren am Sonntag der Weltmission vor allem Familien und Kinder in anderen Ländern im Fokus, die nicht in Frieden leben.

Die Kollekte am Weltmissionssonntag unterstützt die kirchliche Arbeit dort, wo die Not am größten ist. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Gottesdienst und die Sorge für die Notleidenden und Armen zusammengehören. Ein herzliches Vergelt´s Gott allen, die die Solidaritätskollekte unterstützt haben!

Fotos: Sattler/Kaspar